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Iatrogene Dysgnathien – Chance und Risikoanalyse

Abstract

Entgleiste kieferorthopädische Behandlungen führen teilweise zu dysfunktio- nellen CMD-Symptomatiken, asymmetrischen Oklussionen bzw. Gesichts- skoliosen und einer Einbusse bei der ‚smile-Ästhetik‘. Die retrospektive Aufarbeitung für Gerichte erfordert eine ‚ex ante‘ Analyse und Befundbewertung durch erfahrene Sachverständige.

Iatrogene Dysgnathien und KFO-Streitsachen werden unter klinischen Gesichtspunkten vorgestellt und die erhöhten Geweberisiken für indizierte Zweitbehandlung analysiert. Nach Verurteilung oder Vergleich verbleibt eine klinische Unsicherheit bei den betroffenen Ärzten zurück.

Stigmatisierte Patienten suchen später als Erwachsene zur Verbesserung des Lächelns und der Kaufunktion eine zweite kieferorthopädische Behandlung. Die oftmals multidisziplinäre Therapie solch komplexer Befunde haben deutlich erhöhte klinische und psychische Risiken und Rezidivgefahren.

Durch eine fachinterne Visualisierung und Diskussion gravierender Neben- wirkungen und entgleister Behandlungskonzepte lassen sich kritische Behand- lungssituationen frühzeitig klinisch erkennen und Therapieänderungen recht- zeitig einleiten.


Univ. Prof. Dr. med. Dr. med. dent Robert A. FUHRMANN

KIEFERORTH19_Programm-28.jpg

1979 – 1988: Studium der Human- und Zahnmedizin

1985: Promotion zum Dr. med.

1990: Promotion zum Dr. med. dent.

1988: Fachausbildung zum Kieferorthopäden in zwei Fachpraxen

1991: Klinik für Kieferorthopädie der RWTH – Aachen

1993: Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

1995: Habilitation, Arnold-Biber-Preis der DGKFO

1999: Keynote lecturer der European Orthodontic Society

2000: Keynote lecturer der Harvard Orthodontic Society

2002: Ruf an die Martin Luther Universität Halle / Saale

2003: Direktor der Klinik für Kieferorthopädie der Martin-Luther-Universität

2005: Keynote lecturer der European Society of Esthetic Dentistry

2007: Keynote lecturer der European Begg Society