ÖGKFO

Ao. Univ.-Prof. Dr. Kurt A. EBELESEDER

Kontakt

Adresse:
Universitätszahnklinik / MU Graz
Auenbruggerplatz 12
Graz 8036 Österreich

E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Curriculum Vitae

Curriculum Vitae:

Born 1957 in Upper Austria, graduation from High School 1976, Medical promotion from University Graz 1983, General physician 1987, Dental physician 1989, since 1989 at the Department of Conservative Dentistry in Graz. Since 1990 specialisation on dental trauma and endodontics. Until 2009 treatment of 5000 dental trauma cases, publication of 70 scientific papers (main publication language: German), 210 oral presentations, 11 scientific prizes. Foundation of an own dental trauma working group within the Austrian Dental Association (1995), organization of 7 national congresses on the dental trauma topic. Close collaboration with German and Swiss dental trauma institutions.

 

Donnerstag, 8. März 2012,
16:00 – 16:45 Uhr (Deutsch)

Verletzungen und Heilungsstörungen nach Zahntrauma

Zahntraumata betreffen vornehmlich Kinder und Jugendliche in kieferorthopädisch relevantem Alter. Ihre Vielgestaltigkeit macht es schwer, generelle Aussagen über traumatisierte Zähne zu treffen. Prognosen können nur auf Basis einer detaillierten Beschreibung der Verletzung und allfälliger bakterieller Ausbreitungswege gestellt werden. Bei den Hartsubstanzverletzungen unterscheidet man zwischen Kronen-, Kronen-Wurzel- und Wurzelfrakturen. Verletzungen des Zahnhalteapparates werden in Konkussion, Lockerung, Extrusion, Intrusion, laterale Dislokation und Avulsion eingeteilt. Jede dieser Verletzungen hat für sich eine eigene typische Prognose, die sich mit anderen Verletzungen und Vorbedingungen (offener Apex, Hygienezustand, parodontale Vorschädigung) kombiniert. Entsprechend vielgestaltig sind die Heilungsverläufe und -ergebnisse, deren Interpretation eine fundierte Sachkenntnis verlangt.

 

Donnerstag, 8. März 2012, 17:15 – 18:30 Uhr (Deutsch)

Interferenzen zwischen Zahntrauma und Kieferorthopädie

Kieferorthopädische Behandlungsergebnisse werden nach ihrer langfristigen Stabilität, ästhetischer Relevanz und funktioneller Effizienz beurteilt. Unter diesen Aspekten kann ein Zahntrauma einen wesentlichen, ja dominie¬renden Faktor in einer kieferorthopädischen Behandlung darstellen. Die zentrale Frage ist die des langfristigen Zahnerhaltes nach Trauma. Dieser ist besonders nach Ankylose, Apexifikation und stiftverankerter Restauration in Frage gestellt. Im Falle eines Zahnverlustes stellt sich die Frage Lückenöffnung versus Lücken¬schluss, eine Lückenöffnung für eine spätere Implantation verlangt eine brauchbare zahnersetzende Zwischen¬lösung. Eine Autotransplantation sollte, wenn möglich, in Betracht gezogen werden. Die zweite Frage ist die der Ästhetik. Anatomische Diskrepanzen finden sich häufig nach Kronenfrakturen. Probleme mit dem Emergenzprofil ergeben sich nach orthodontischer prärestaurativer Extrusion oder Autotransplantation. Farbprobleme folgen aus Pulpaobliteration oder –nekrose. Funktionelle Fragen ergeben sich vor allem bei ankylotischen Zähnen, Zähnen mit Wurzelfraktur oder nach Wurzelresorptionen. Schließlich können auch laufende kieferorthopädische Therapien in ein Zahntrauma involviert werden.